Jetzt kommt die eigentliche Rechnung – und die ist ganz einfach:
Bedarf (Schritt 1) – Netto-Einkünfte (Schritt 3 und 4) = deine monatliche Rentenlücke
Nehmen wir Markus, 42, aus Paderborn. Er arbeitet als Ingenieur, ist verheiratet, hat zwei Kinder und möchte mit 67 in Rente gehen. Nach einem Blick in seine Kontoauszüge schätzt er seinen Bedarf im Ruhestand auf 2.800 Euro netto im Monat.
| Position |
Betrag pro Monat (heutige Kaufkraft) |
| Gewünschter Bedarf |
2.800 € |
| Gesetzliche Rente laut Renteninformation (brutto) |
1.950 € |
| abzgl. Kranken- und Pflegeversicherung, Steuern |
ca. −300 € |
| Betriebsrente aus der bAV (netto) |
ca. 200 € |
| Netto-Einkünfte gesamt |
ca. 1.850 € |
| Monatliche Rentenlücke |
ca. 950 € |
Vereinfachte Modellrechnung. Die Abzüge sind geschätzt, die bAV ist bereits netto angesetzt.
950 Euro klingen erst einmal überschaubar. Aber diese Lücke besteht nicht nur einen Monat, sondern 20 oder 25 Jahre lang. Um sie über 25 Jahre aus eigenem Vermögen zu schließen, bräuchte Markus zum Rentenbeginn – grob gerechnet und ohne Rendite – rund 285.000 Euro. Mit einer vernünftigen Anlagestrategie in der Entnahmephase wird es weniger, mit steigender Lebenserwartung mehr.
Das ist der Moment, in dem aus einer abstrakten Zahl ein Plan werden kann: Wie viel muss Markus monatlich sparen, und in welchen Bausteinen?