Kaufkraftlücke berechnen, PROTEGO hilft bei der Altersvorsorgeplanung  Paderborn, Hövelhof, Delbrück, Bad Lippspringe, Elsen, Rietberg, Rheda

Wie viel Geld brauche ich im Alter wirklich? Warum die Rentenlücke allein nicht reicht

Kurz gesagt

Wer heute 3.000 Euro netto im Monat für seinen Lebensstandard benötigt, braucht bei modellhaft 2 Prozent Inflation in 30 Jahren rund 5.434 Euro und in 40 Jahren rund 6.624 Euro monatlich.

Wie viel Geld Sie im Alter brauchen, beantwortet deshalb nicht allein die klassische Rentenlücke, sondern die Kaufkraftlücke: der gewünschte Lebensstandard in heutiger Kaufkraft abzüglich der voraussichtlichen Netto-Alterseinkünfte und des verfügbaren Vermögens, betrachtet über den gesamten Ruhestand.

Inflation, Steuern und Kaufkraft verändern den Blick auf die Altersvorsorge. Warum wir bei PROTEGO deshalb lieber über die Kaufkraftlücke sprechen.

„Wie viel Rente brauche ich später?“ Diese Frage hören wir bei PROTEGO regelmäßig. Häufig folgt direkt die nächste: „Wenn ich später 3.000 Euro Rente bekomme, müsste das doch eigentlich reichen, oder?“

Genau hier liegt eines der größten Missverständnisse der Altersvorsorge. Denn 3.000 Euro sagen wenig darüber aus, welchen Lebensstandard sich ein Mensch davon später leisten kann. Entscheidend ist nicht nur die nominale Höhe einer Rente oder eines Depotvermögens, sondern die tatsächliche Kaufkraft.

Die entscheidende Frage lautet nicht: Wie hoch ist meine Rente? Sondern: Was kann ich mir davon später leisten?
- Dominik Welslau

Deshalb reicht es aus unserer Sicht nicht, nur eine klassische Rentenlücke zu berechnen. Wir müssen über die Kaufkraftlücke sprechen.

Welche Vorsorgeformen dafür grundsätzlich in Frage kommen, haben wir im Beitrag Welche Form der privaten Altersvorsorge passt zu mir? zusammengefasst.

Ihre Vorsorge besteht bereits aus mehreren Bausteinen?

ETF-Depot, betriebliche Altersvorsorge, private Rentenversicherung oder Basisrente ergeben erst gemeinsam ein aussagekräftiges Bild. PROTEGO betrachtet nicht nur einzelne Verträge, sondern die gesamte Vorsorgestruktur.

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Die klassische Rentenlücke greift häufig zu kurz

Eine typische Rechnung funktioniert vereinfacht so: gewünschtes Einkommen im Alter 3.000 Euro, voraussichtliche Versorgung 2.300 Euro, Rentenlücke 700 Euro.

Das wirkt schlüssig. Die entscheidende Frage steckt jedoch bereits in der ersten Zahl: Sind 3.000 Euro heutige Kaufkraft gemeint oder 3.000 Euro in 20, 30 oder 40 Jahren? Wer heute von 3.000 Euro gut leben kann, benötigt künftig voraussichtlich einen höheren nominalen Betrag, um denselben Lebensstandard zu finanzieren.

Wer seine Rentenlücke berechnen möchte, sollte deshalb immer zuerst klären, in welcher Kaufkraft der gewünschte Bedarf gemeint ist.

3.000 Euro sind nicht immer 3.000 Euro

Nehmen wir an, eine Person möchte im Ruhestand ungefähr so leben können, wie es heute mit 3.000 Euro monatlich möglich wäre. Bei modellhaft konstant 2 Prozent Inflation ergibt sich:

Zeitraum Betrag für heutige Kaufkraft von 3.000 €
heute 3.000 €
in 10 Jahren ca. 3.657 €
in 20 Jahren ca. 4.458 €
in 30 Jahren ca. 5.434 €
in 40 Jahren ca. 6.624 €

Modellrechnung mit konstant 2 Prozent Inflation pro Jahr; Rundungsdifferenzen möglich. Die Annahme von 2 Prozent entspricht dem mittelfristigen Inflationsziel der Europäischen Zentralbank. Die tatsächliche Teuerung lag laut Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts in einzelnen Jahren deutlich darüber.

Wer noch 40 Jahre bis zum Rentenbeginn hat, benötigt unter dieser Annahme rund 6.624 Euro monatlich, um die heutige Kaufkraft von 3.000 Euro zu erreichen. Die Rechnung ist keine Prognose, sondern eine Einordnung.

Warum hohe Zahlen allein wenig sagen

Bei ETF-Sparplänen und privaten Altersvorsorgeverträgen entstehen über lange Laufzeiten schnell Endwerte von 400.000, 600.000 Euro oder mehr. Tolle Hochrechnung oder?

Für die Ruhestandsplanung fehlt damit aber noch eine entscheidende Information: Welche Kaufkraft besitzt das Kapital zum Rentenbeginn und welchen Lebensstandard kann es anschließend finanzieren?

Eine hohe Ablaufleistung ist deshalb noch keine Ruhestandsplanung. Dazu gehören auch Entnahme, weitere Kapitalanlage, Steuern, mögliche Sozialabgaben, Lebenserwartung und der Umgang mit schwachen Kapitalmarktphasen.

Die Rentenübersicht ist eine Grundlage, aber keine persönliche Netto-Planung

Die Digitale Rentenübersicht führt Ansprüche aus gesetzlicher, betrieblicher und privater Altersvorsorge zusammen. Ergänzend steht ein Inflationsrechner zur Verfügung, mit dem sich künftige Leistungen unter unterschiedlichen Inflationsannahmen einordnen lassen.

Für eine persönliche Ruhestandsplanung müssen zusätzlich die individuelle Besteuerung, mögliche Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, weiteres Vermögen, Ausgaben und die gewünschte Versorgungsdauer berücksichtigt werden. Unterschiedliche Vorsorgeformen können steuerlich und sozialversicherungsrechtlich verschieden behandelt werden. Die Summe ausgewiesener Bruttoleistungen ist für uns deshalb der Ausgangspunkt, nicht das Ergebnis.

Was ist die Kaufkraftlücke?

Die Kaufkraftlücke beschreibt vereinfacht den Teil des gewünschten Lebensstandards, der durch die voraussichtlich verfügbaren Netto-Alterseinkünfte und das vorhandene Vermögen real nicht gedeckt ist. Dafür betrachten wir:

  • gewünschter Lebensstandard in heutiger Kaufkraft
  • Inflation bis zum Rentenbeginn und während des Ruhestands
  • gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge
  • Depot-, Immobilien- und sonstiges Vermögen
  • voraussichtliche Steuern sowie relevante Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge
  • Rentenbeginn und angenommene Versorgungsdauer

Rentenlücke = nominale Differenz.
Kaufkraftlücke = voraussichtlich fehlender Lebensstandard.

Ein Beispiel: 3.500 Euro Lebensstandard heute

Nehmen wir einen 37-jährigen Kunden, der seinen gewünschten Lebensstandard im Ruhestand mit heutigen 3.500 Euro netto beschreibt. Bei 30 Jahren bis zum Rentenbeginn und modellhaft 2 Prozent Inflation entspräche dies zum Rentenbeginn rund 6.340 Euro monatlich.

Gegen diesen zukünftigen Bedarf stellen wir die vorhandenen Bausteine: gesetzliche Rente, bAV, Basisrente, private Rentenversicherung, ETF- und Fondsvermögen, Immobilien- oder Mieteinkünfte sowie sonstiges Vermögen. Anschließend betrachten wir, was davon voraussichtlich nach Steuern und relevanten Abgaben zur Verfügung steht.

Was bedeutet Inflation für Ihre persönliche Planung?

PROTEGO kann verschiedene Szenarien gegenüberstellen und zeigen, wie sich Inflation, Rendite, Rentenbeginn und Lebenserwartung auf die spätere Kaufkraft auswirken. Lassen Sie Ihre persönliche Kaufkraftlücke berechnen.

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Inflation endet nicht mit dem Rentenbeginn

Viele Berechnungen konzentrieren sich auf den Rentenbeginn. Doch auch danach können Lebenshaltungskosten weiter steigen. Benötigt jemand mit 67 Jahren 4.500 Euro monatlich für den gewünschten Lebensstandard, ergäben sich bei modellhaft 2 Prozent Inflation:

Alter Monatlicher Bedarf
67 4.500 €
77 ca. 5.485 €
87 ca. 6.687 €
97 ca. 8.151 €

Auch diese Werte sind Modellrechnungen. Sie zeigen: Eine Altersvorsorgeplanung sollte nicht am ersten Rententag enden.

Eine geschlossene Rentenlücke kann später wieder entstehen

Betragen Bedarf und Alterseinkünfte zum Rentenbeginn jeweils 4.500 Euro, ist die klassische Rentenlücke zunächst null. Steigen die Lebenshaltungskosten danach stärker als Teile der Alterseinkünfte, kann im Ruhestand erneut eine Lücke entstehen.

Deshalb prüfen wir bei PROTEGO nicht nur, ob die Versorgung zum Rentenbeginn passt, sondern auch, wie sie sich über einen langen Ruhestand entwickeln könnte.

Unser Ziel ist, dass Kunden die Inflation nicht nur bis zur Rente, sondern möglichst bis zum Lebensende finanziell mitdenken können.
- Dominik Welslau

Warum wir mit Szenarien statt mit einer einzigen Prognose arbeiten

Niemand kann Inflation, Kapitalmarktrenditen, Steuerrecht oder Lebenserwartung über Jahrzehnte exakt vorhersagen. Szenarien sollen deshalb nicht die Zukunft vorgeben, sondern zeigen, wie robust eine Planung unter verschiedenen Annahmen ist.

  • moderate, mittlere und höhere Inflation
  • unterschiedliche Kapitalmarktrenditen
  • früherer oder späterer Rentenbeginn
  • längere Lebenserwartung
  • höhere oder niedrigere Sparrate
  • starke Kursverluste kurz vor oder nach Rentenbeginn

So wird sichtbar, welche Stellschrauben den späteren Lebensstandard besonders beeinflussen.

500.000 Euro im Depot: Reicht das für die Rente?

Aus der Depotgröße allein lässt sich das nicht beantworten. Entscheidend sind unter anderem Rentenbeginn, weitere Rentenansprüche, gewünschte Ausgaben, Entnahmestrategie, Kapitalanlage während des Ruhestands, Steuern, Sicherheitsreserven und Versorgungsdauer.

Die bessere Frage lautet: Welchen Lebensstandard möchte ich finanzieren und welche Einkommens- und Vermögensquellen stehen dafür zur Verfügung?

PROTEGO startet beim gewünschten Leben, nicht beim Produkt

Im Beratungsalltag begegnen uns häufig Menschen, die bereits konsequent sparen. ETF-Depots, Rentenversicherungen, bAV, Tagesgeld, Immobilien oder Basisrenten sind vorhanden. Trotzdem ist oft unklar, welchen Lebensstandard diese Bausteine mit 67, 77 oder 87 ermöglichen.

Deshalb klären wir zuerst heutige und gewünschte Ausgaben, Rentenbeginn, bestehende Versorgung, frei verfügbares und gebundenes Vermögen sowie die Kaufkraft unter unterschiedlichen Annahmen. Erst danach lässt sich beurteilen, ob ein zusätzlicher Vorsorgebaustein sinnvoll ist.

Fazit: Entscheidend ist, was Sie sich von Ihrer Rente leisten können

500.000 Euro Depotvermögen, 3.500 Euro Wunsch-Lebensstandard oder eine hohe Ablaufleistung beantworten für sich allein nicht, wie ein Mensch später leben kann. Deshalb erweitert PROTEGO den Blick von der Rentenlücke zur Kaufkraftlücke und von der Hochrechnung bis zum Rentenbeginn zu einer Planung über den gesamten Ruhestand.

Nicht nur Kapital ansparen. Zukünftige Kaufkraft planen.
- Dominik Welslau

Wie groß ist Ihre persönliche Kaufkraftlücke?

Wir betrachten gesetzliche, betriebliche und private Altersvorsorge gemeinsam mit Depot- und sonstigem Vermögen. Unterschiedliche Szenarien zeigen, wie Inflation, Rendite, Rentenbeginn und Versorgungsdauer den späteren Lebensstandard beeinflussen können. Jetzt Altersvorsorge mit PROTEGO analysieren.

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Häufige Fragen zur Kaufkraftlücke

Wie viel Geld brauche ich im Alter?
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Ausgangspunkt sollte der gewünschte Lebensstandard sein. Danach werden Zeitraum bis zum Ruhestand, Inflation, vorhandene Altersvorsorge, Vermögen, Steuern, relevante Sozialabgaben und die gewünschte Versorgungsdauer berücksichtigt.

Reicht ein ETF-Sparplan als Altersvorsorge?
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Ein ETF-Depot kann ein wichtiger Vermögensbaustein sein. Ob es allein ausreicht, hängt vom gewünschten Bedarf, weiteren Rentenansprüchen, vorhandenem Vermögen und der späteren Entnahmestrategie ab.

Warum rechnet PROTEGO verschiedene Szenarien?
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Weil Inflation, Rendite, Lebensdauer und zukünftige Rahmenbedingungen nicht zuverlässig vorhergesagt werden können. Szenarien zeigen, wie empfindlich oder robust eine Planung auf unterschiedliche Entwicklungen reagiert.

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Wichtiger Hinweis:

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung. Langfristige Berechnungen beruhen auf Annahmen. Tatsächliche Inflation, Kapitalmarktentwicklung, Steuerbelastung, Sozialversicherungsbeiträge und persönliche Lebensumstände können davon abweichen.

Quellen und Rechner:

Autor: Dominik Welslau, Geschäftsführender Gesellschafter der PROTEGO Versicherungsmakler GmbH & Co. KG
Veröffentlicht: 29.10.2026 · Aktualisiert: 29.10.2026