Private Altersvorsorge 2027: Welche Möglichkeiten passen zu wem?

Altersvorsorge beginnt nicht mit einem Produkt

ETF-Sparplan, private Rentenversicherung, betriebliche Altersvorsorge oder künftig ein gefördertes Altersvorsorgedepot: Wer fürs Alter vorsorgt, kann aus unterschiedlichen Systemen wählen. Mehr Auswahl macht die Entscheidung jedoch nicht automatisch leichter. 

Aus unserem Beratungsalltag bei PROTEGO kennen wir ein Problem sehr gut: Viele Menschen haben nicht zu wenig Finanzprodukte. Sie haben zu wenig Struktur. 

Da existiert ein ETF-Sparplan neben dem Tagesgeldkonto, vielleicht noch eine ältere Rentenversicherung, eine betriebliche Altersvorsorge über den Arbeitgeber und künftig möglicherweise ein Altersvorsorgedepot. Jedes Element kann für sich sinnvoll sein. Die entscheidende Frage ist aber, ob die Bausteine zusammenpassen. 

Wir erleben bei jungen wie älteren Menschen immer wieder, dass Vermögen historisch wächst, ohne dass eine klare Aufteilung nach Aufgabe, Laufzeit, Verfügbarkeit, Risiko und steuerlichem Rahmen erfolgt. Genau an diesem Punkt beginnt für uns Altersvorsorgeberatung. 

Gute Altersvorsorge entsteht selten durch das eine beste Produkt. Sie entsteht durch eine sinnvolle Aufteilung auf unterschiedliche Aufgaben.
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Eine vernünftige Finanzstruktur kann beispielsweise mehrere Ebenen haben: 

  • Liquiditätsreserve für Unvorhergesehenes 
  • mittelfristiges Kapital für planbare Ziele 
  • frei verfügbares langfristiges Vermögen 
  • geförderte und/oder betriebliche Altersvorsorge 
  • langfristige Versorgung und gegebenenfalls lebenslange Einkommensbausteine 

Die Aufgabe der Beratung ist deshalb nicht, möglichst früh ein Produkt auszuwählen. Zunächst muss geklärt werden, welcher Euro welche Aufgabe übernehmen soll. 

Wie gut ist deine Altersvorsorge tatsächlich aufgestellt?

Du hast bereits einen ETF-Sparplan, eine bAV oder private Altersvorsorge und möchtest wissen, ob die einzelnen Bausteine wirklich zusammenpassen? Wir schauen bei PROTEGO nicht nur auf einzelne Verträge, sondern auf deine gesamte Finanz- und Vorsorgestruktur.

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1. ETF-Sparplan: flexibel, transparent und langfristig interessant

Ein klassisches Wertpapierdepot mit ETF-Sparplan gehört für viele Menschen zu den wichtigsten Werkzeugen des langfristigen Vermögensaufbaus. Breit gestreute ETFs können eine Beteiligung an vielen Unternehmen und Märkten ermöglichen, ohne dass einzelne Aktien ausgewählt werden müssen. 

Die Stärken eines ETF-Sparplans

Hohe Flexibilität. Sparraten können grundsätzlich verändert oder pausiert werden, und das Vermögen in einem freien Depot ist nicht ausschließlich für den Ruhestand reserviert. Diese Flexibilität kann wichtig sein, wenn vor der Rente noch andere Ziele finanziert werden sollen, etwa eine Immobilie, eine Selbstständigkeit, Auszeiten oder die Unterstützung der Kinder. 

Breite Diversifikation ist möglich. Allerdings sehen wir in der Beratung auch das Gegenteil: Aus „ETF ist einfach“ entsteht schnell ein Depot aus sieben oder acht Fonds. Ein Welt-ETF, S&P 500, Nasdaq, Emerging Markets, Technologie, Dividenden und einzelne Aktien können erhebliche Überschneidungen enthalten. Mehr ETFs bedeuten nicht automatisch mehr Diversifikation. 

Der ETF-Sparplan ist noch keine fertige Ruhestandsplanung

Ein Depot beantwortet zunächst die Frage, wie Vermögen aufgebaut werden kann. Spätestens zum Rentenbeginn kommt eine zweite Ebene hinzu: Wie wird aus dem Vermögen zuverlässig Einkommen? 

  • Wie hoch darf eine monatliche oder jährliche Entnahme sein? 
  • Wie lange soll das Kapital reichen? 
  • Was passiert bei starken Kursverlusten kurz vor oder nach Rentenbeginn? 
  • Welche Aktienquote passt in der Entnahmephase? 
  • Welcher Teil soll flexibel bleiben oder vererbt werden? 
  • Welche weiteren lebenslangen Einkommensquellen existieren? 

Vermögensaufbau und Versorgungsplanung sind deshalb zwei unterschiedliche Aufgaben. Ein ETF-Sparplan kann hervorragend zum Vermögensaufbau passen, nimmt dem Anleger aber die spätere Entnahmestrategie nicht ab. 

2. Private Altersvorsorge über eine Rentenver­sicherung

Was kann eine private Rentenversicherung leisten?

Private Rentenversicherungen umfassen sehr unterschiedliche Produktwelten: von sicherheitsorientierten Lösungen bis zu fondsgebundenen Verträgen mit Kapitalmarktanlage. Pauschale Aussagen wie „ETF gut, Versicherung schlecht“ greifen deshalb aus unserer Sicht zu kurz.

Bei fondsgebundenen Lösungen lautet der Vergleich nicht zwingend „Aktie gegen Versicherung“, sondern häufig: Kapitalmarktanlage im freien Depot versus Kapitalmarktanlage innerhalb eines Versicherungsmantels.

Eine zentrale Funktion kann darin liegen, aufgebautes Kapital später in eine lebenslange Rente zu überführen. Damit wird das Langlebigkeitsrisiko adressiert: Niemand weiß beim Rentenbeginn, ob das vorhandene Kapital noch zehn, zwanzig oder mehr als dreißig Jahre finanzieren muss.

Worauf wir bei PROTEGO achten

  • Abschluss-, Vertriebs- und laufende Verwaltungskosten 
  • Fondskosten und verfügbare ETFs bzw. Fonds 
  • Möglichkeiten zu Fondswechseln, Beitragsänderungen und Beitragspausen 
  • Zuzahlungen, Kapitaloptionen und mögliche Entnahmen 
  • Garantien und Verrentungsbedingungen 
  • Todesfallleistungen und gewünschte Hinterbliebenenlogik 
  • steuerliche Behandlung und geplanter Anlagehorizont 

Eine attraktive Hochrechnung allein reicht für eine vernünftige Entscheidung nicht aus. Entscheidend ist, wie der Vertrag tatsächlich funktioniert und welche Aufgabe er innerhalb des Gesamtvermögens erfüllen soll. 

3. Basis(Rürup)-Rente (staatlich geförderte Rentenver­sicherung)

Die Basisrente gehört ebenfalls in eine vollständige Betrachtung der privaten Altersvorsorge. Gerade für Selbstständige, Freiberufler und Menschen mit höherem zu versteuerndem Einkommen kann sie interessant sein, weil Beiträge im Rahmen der gesetzlichen Höchstbeträge als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich berücksichtigt werden können. Seit 2023 sind Beiträge grundsätzlich zu 100 Prozent innerhalb des jeweils verfügbaren Höchstbetrags abziehbar. Der tatsächlich nutzbare Spielraum hängt jedoch von der persönlichen Situation und bereits vorhandenen Beiträgen zur Basisversorgung ab. 

Aus PROTEGO-Sicht ist der Steuervorteil allein aber noch kein ausreichendes Argument für einen Abschluss. Die Basisrente ist bewusst langfristig gebunden und auf eine lebenslange Rentenzahlung ausgerichtet. Deshalb prüfen wir im Beratungsalltag besonders genau, wie viel Liquidität ein Kunde dauerhaft binden kann und ob parallel ausreichend frei verfügbares Vermögen aufgebaut wird. 

Der entscheidende Beratungsbedarf entsteht deshalb aus dem Zusammenspiel von Steuerentlastung heute, Kosten und Kapitalanlage während der Ansparphase, eingeschränkter Verfügbarkeit sowie der späteren Besteuerung der Rentenzahlungen. Gerade bei Selbstständigen mit schwankenden Gewinnen kann außerdem die Frage interessant sein, ob flexible Beiträge oder Zuzahlungen in einkommensstarken Jahren zum Gesamtkonzept passen. 

Auch hier gilt unser Grundsatz: Nicht der maximale steuerliche Abzug sollte die Sparhöhe bestimmen, sondern die langfristige Finanzstruktur. Eine Basisrente kann ein sehr sinnvoller Baustein sein, wenn lebenslange Versorgung und steuerliche Entlastung gewünscht sind. Sie sollte aber nicht dazu führen, dass ein zu großer Teil des Vermögens langfristig gebunden und für andere Lebensziele nicht verfügbar ist. 

PROTEGO-Perspektive: Die Basisrente ist kein reines Steuersparprodukt. Sie muss zur Liquidität, zum freien Vermögensaufbau und zur gewünschten Versorgung im Ruhestand passen. 

4. Betriebliche Altersvorsorge (bAV): Arbeitgeber­leistungen intelligent einordnen

Der Arbeitgeberzuschuss verändert den Vergleich 

Die betriebliche Altersvorsorge ist ein eigener Vorsorgebaustein, weil der Aufbau über den Arbeitgeber erfolgt und je nach Gestaltung Arbeitgeberleistungen eine wichtige Rolle spielen können. 

Deshalb betrachten wir eine bAV bei PROTEGO nicht isoliert. Wir prüfen unter anderem Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag, Durchführungsweg, Kosten, Kapitalanlage, Garantien, spätere Leistungen sowie die Folgen eines Arbeitgeberwechsels. 

Auf den Arbeitgeberzuschuss kommt es an

Ein häufiger Denkfehler besteht darin, 100 Euro ETF-Sparplan einfach mit 100 Euro bAV gleichzusetzen. Je nach konkreter Gestaltung kann das zu kurz greifen. Wenn ein Arbeitgeber zusätzlich eigenes Geld bereitstellt, muss dieser Vorteil in die Gesamtbetrachtung einfließen. 

Die relevante Frage lautet nicht nur: Welche Rendite erzielt ein Produkt? Sondern: Welcher eigene Nettoaufwand führt voraussichtlich zu welcher späteren Versorgung? 

Eine gute bAV muss dennoch nicht jede Aufgabe erfüllen. Sie kann beispielsweise mit einer Liquiditätsreserve und einem freien ETF-Depot kombiniert werden. So übernehmen unterschiedliche Vermögenstöpfe unterschiedliche Funktionen. 

5. Altersvorsorge­depot: neuer Baustein, gleiche Grundfrage

Macht die ETF-Rente vom Staat alles besser?

Mit der Reform der geförderten privaten Altersvorsorge soll die kapitalmarktorientierte Vorsorge stärker in den Mittelpunkt rücken. Für Kunden entsteht damit ein zusätzlicher Baustein, den wir nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit freiem Depot, bAV und privaten Vorsorgelösungen betrachten. 

Die Grundfrage bleibt dieselbe: Welcher Anteil der langfristigen Sparrate sollte gefördert und zweckgebunden angelegt werden und welcher Anteil sollte frei verfügbar bleiben? 

Eine sinnvolle Planung kann deshalb zu einer Kombination führen: Ein Teil der Sparrate nutzt beispielsweise eine attraktive bAV, ein anderer Teil einen geförderten Vorsorgerahmen und ein zusätzlicher Teil bleibt im freien Depot verfügbar. Die Gewichtung hängt von Einkommen, Familie, Liquidität, Arbeitgeberleistung, Anlagehorizont, Risikobereitschaft und vorhandenen Vermögenswerten ab. 

Wichtig: Die konkrete gesetzliche und produktbezogene Ausgestaltung zum Start sollte vor einer Beratung bzw. Empfehlung jeweils anhand des dann geltenden Rechts und der verfügbaren Angebote geprüft werden. 

Was passt zu wem?

Baustein 

Kann besonders interessant sein, wenn ... 

Stärke 

Zu beachten 

ETF-Sparplan 

Flexibilität und freier langfristiger Vermögensaufbau wichtig sind 

hohe Verfügbarkeit und Gestaltungsfreiheit 

keine fertige Entnahmestrategie 

Private Rentenversicherung 

langfristige Versorgung und Verrentung gewünscht sind 

Versorgungsrahmen bis hin zur lebenslangen Rente 

Kosten, Tarif und Bedingungen genau prüfen 

bAV 

der Arbeitgeber sich attraktiv beteiligt 

Arbeitgeberleistung und Vorsorge über den Betrieb 

weniger flexibel als freies Vermögen 

Altersvorsorgedepot 

Förderung mit Kapitalmarktanlage kombiniert werden soll 

geförderter Vorsorgerahmen 

Regeln, Kosten und konkrete Ausgestaltung prüfen 

Kombination 

das Gesamtvermögen strukturiert aufgebaut werden soll 

Diversifikation über mehrere Systeme 

benötigt individuelle Planung 

Das eigentliche Ziel: Systemdi­versifikation

D&O-Versicherung für den Mittelstand, persönliche Haftung, Geschäftsführerhaftung, Geschäftsführerversicherung, Vorstandshaftung

Alles auf rot...

... ist keine gute Idee.

Diversifikation wird häufig nur innerhalb eines Depots betrachtet: Regionen, Branchen, Unternehmensgrößen oder Anlageklassen. Wir betrachten Diversifikation noch eine Ebene höher. Auch Verfügbarkeit, steuerlicher Rahmen und Einkommensfunktion des Vermögens können diversifiziert werden. 

  1. Liquidität: Kurzfristig verfügbare Reserven.
  2. Freies Kapitalmarktvermögen: ETF- und Wertpapierdepots für langfristigen, grundsätzlich verfügbaren Vermögensaufbau.
  3. Gefördertes Altersvorsorgevermögen: Vorsorge innerhalb eines dafür vorgesehenen Förderrahmens.
  4. Betriebliche Versorgung: bAV inklusive möglicher Arbeitgeberleistungen.
  5. Versicherungsförmige Versorgung: Langfristige Vorsorge mit möglicher lebenslanger Rentenzahlung.
  6. Weitere Vermögensklassen: Je nach Situation etwa Immobilien oder unternehmerisches Vermögen.

Für uns ist das echte Diversifikation: nicht möglichst viele Produkte, sondern Vermögen, dessen einzelne Teile bewusst unterschiedliche Aufgaben übernehmen. 

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Warum wir bei PROTEGO so großen Beratungs­bedarf sehen

...und warum Neobroker das Problem nicht lösen können.

Der typische Beratungsfall beginnt selten auf einem leeren Blatt. Meist bestehen bereits Verträge, Depots, Tagesgeld, Immobilienfinanzierungen oder betriebliche Versorgungen. Die Frage lautet dann: „Ist das so eigentlich richtig?“ 

Das ist häufig schwerer zu beantworten als die Frage nach einem einzelnen Produkt. Zunächst muss geklärt werden, was vorhanden ist, welche Kosten entstehen, wie flexibel die Bausteine sind, welche Risiken sich überschneiden, wann welches Kapital verfügbar ist und welche Versorgung daraus später tatsächlich entsteht. 

Neobroker wie Trade Republic, Scaleable Capital, Smart Broker etc. erleichtern den Zugang zu ETF's unabhängig von Banken und Sparkassen. Viele Menschen beschäftigen sich mit ETFs das erste Mal und erstellen einen Sparplan über diese und andere Anbieter. In unserer Beratungspraxis wird häufig nur ein einziger ETF z.B. MSCI World bespart. Das ist in der Vergangenheit sehr gut gelaufen, aber birgt ein großes Klumpenrisiko durch Amerika und KI. Weder durch einen Neobroker noch jemand anderen werden Kunden darauf hingewiesen. Bei PROTEGO gehört die Diversifikation der Anlagen zum Stamdard-Prozess.

Erst wenn wir den Bestand verstehen, können wir sinnvoll beantworten, was überhaupt noch fehlt.
- Dominik Welslau

Die Rentenübersicht zeigt Ansprüche. Aber was kommt tatsächlich an?
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Ein weiterer Punkt begegnet uns regelmäßig: Kunden bringen ihre gesetzliche Renteninformation, ihre Digitale Rentenübersicht, Versicherungsunterlagen oder Hochrechnungen eines ETF-Sparplans mit. Dort stehen zum Teil beeindruckende Beträge. Diese Zahlen sind für die Planung wichtig, beantworten aber noch nicht die entscheidende Frage: Wie viel davon steht später tatsächlich zum Leben zur Verfügung? 

Für eine belastbare Ruhestandsplanung betrachten wir zusätzlich insbesondere drei Ebenen: 

  • die voraussichtliche steuerliche Belastung der jeweiligen Alterseinkünfte 
  • Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung, soweit sie für die jeweilige Versorgung relevant sind 
  • die Kaufkraft des verbleibenden Einkommens zum Zeitpunkt der Auszahlung 

Die Digitale Rentenübersicht ist damit eine wertvolle Bestandsaufnahme von Altersvorsorgeansprüchen, aber keine vollständige Netto- und Kaufkraftplanung. Gerade Besteuerung sowie Kranken- und Pflegeversicherung müssen im konkreten Einzelfall zusätzlich eingeordnet werden. 

Wir wollen nicht nur wissen, welche Rente ein Kunde voraussichtlich bekommt. Wir wollen wissen, welchen Lebensstandard er sich damit voraussichtlich leisten kann. 

Hohe Endwerte wirken beruhigend. Die Kaufkraft kann etwas anderes erzählen.
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Bei langen Laufzeiten entstehen in ETF- und Versicherungsprognosen schnell hohe nominale Endwerte. 300.000 Euro, 500.000 Euro oder mehr wirken zunächst beruhigend. Ohne die Einordnung der zukünftigen Kaufkraft kann diese Zahl jedoch ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. 

Ein einfaches Inflationsbeispiel 

Modellhaft unterstellt: 2 % Inflation pro Jahr. Um die heutige Kaufkraft von 2.500 Euro monatlich zu erhalten, wäre rechnerisch ungefähr folgender nominaler Monatsbetrag notwendig: 

Zeitpunkt 

Betrag für heutige Kaufkraft von 2.500 € 

Heute 

2.500 € 

in 10 Jahren 

3.047 € 

in 20 Jahren 

3.715 € 

in 30 Jahren 

4.528 € 

in 40 Jahren 

5.520 € 

Die Rechnung ist bewusst nur ein Szenario und keine Prognose. Sie zeigt aber, warum ein nominaler Kapital- oder Rentenwert nicht isoliert betrachtet werden sollte. 

Inflation endet nicht mit dem Rentenbeginn
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Besonders wichtig ist uns ein weiterer Schritt: Der Kaufkraftbedarf muss nicht nur bis zum Rentenbeginn gedacht werden. Wer mit 67 Jahren in Rente geht, kann noch Jahrzehnte im Ruhestand verbringen. Auch während dieser Zeit können Lebenshaltungskosten weiter steigen. 

Deshalb beraten wir so, dass die Planung nicht nur die Frage „Was brauche ich mit 67?“ beantwortet. Sie soll auch sichtbar machen, wie sich der Bedarf mit 75, 85 oder 95 entwickeln könnte. 

Unser Anspruch ist eine Planung, bei der Kunden die Inflation nicht nur bis zur Rente, sondern möglichst bis zum Lebensende mitdenken und finanzieren können. 

Damit verändert sich der Fokus: Nicht „Wie viel Kapital habe ich zum Rentenbeginn?“, sondern „Welche Kaufkraft kann ich über den gesamten Ruhestand finanzieren?“ 

Wir rechnen lieber in Szenarien als mit einer einzigen Zukunft
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Niemand kann heute seriös vorhersagen, welche Rendite Kapitalmärkte über mehrere Jahrzehnte erzielen, wie sich die Inflation entwickelt oder welche steuerlichen Regeln in ferner Zukunft gelten. Genau deshalb arbeiten wir in der Beratung mit verschiedenen Szenarien statt mit einer einzigen scheinbar sicheren Hochrechnung. 

Günstige Entwicklung: Wie sieht die Versorgung bei guter Kapitalmarktentwicklung und moderater Inflation aus? 

Mittlere Planungsannahmen: Wie entwickelt sich die Versorgung unter vernünftigen, bewusst gesetzten Annahmen? 

Vorsichtige Entwicklung: Was passiert bei geringerer Rendite oder höherer Inflation? 

Längere Lebenserwartung: Reicht die geplante Versorgung auch dann, wenn der Ruhestand deutlich länger dauert? 

Schwacher Kapitalmarkt zum Rentenbeginn: Was passiert, wenn starke Kursverluste genau dann eintreten, wenn bereits Geld entnommen werden muss? 

Solche Szenarien sollen die Zukunft nicht vorhersagen. Sie sollen die Sinne schärfen. Schon ein Prozentpunkt weniger Rendite, eine höhere Inflation, ein früherer Rentenbeginn oder zusätzliche Lebensjahre können die Planung spürbar verändern. 

Die bessere Frage lautet nicht: Welcher ETF bringt am meisten? Sondern: Was muss ich heute tun, damit mein gewünschter Lebensstandard später langfristig finanzierbar bleibt? 

Von der Rentenlücke zur Kaufkraftlücke
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Wir halten deshalb die reine Rentenlücke häufig für zu kurz gegriffen. Entscheidend ist die Kaufkraftlücke. Wenn heute 3.500 Euro für einen gewünschten Lebensstandard benötigt werden, ist eine prognostizierte Altersversorgung von ebenfalls 3.500 Euro in mehreren Jahrzehnten nicht automatisch ausreichend. 

Eine strukturierte Planung verbindet deshalb idealerweise: 

  • heutigen Lebensstandard 
  • zukünftigen inflationsbereinigten Bedarf 
  • gesetzliche und betriebliche Versorgung 
  • private Altersvorsorge und freies Vermögen 
  • voraussichtliche Steuern und relevante Sozialabgaben 
  • verfügbares Einkommen im Ruhestand 
  • verbleibende Kaufkraft und gewünschte Sicherheitsreserven 

Erst daraus entsteht ein Bild, das für konkrete Entscheidungen nutzbar ist. 

Was bedeutet das für deine persönliche Altersvorsorge?

Wir können unterschiedliche Szenarien für deine Versorgung berechnen und beispielsweise untersuchen: - welche Kaufkraft deine prognostizierte Altersvorsorge später besitzt,
- wie sich unterschiedliche Inflationsannahmen auswirken,
- welche Versorgung nach Steuern und möglichen Kranken-/Pflegeversicherungsbeiträgen verbleiben kann,
- wie sich verschiedene Renditeannahmen auswirken,
- was ein früherer oder späterer Rentenbeginn verändert,
- wie lange dein vorhandenes Vermögen reichen könnte,
- und wie ETF-Depot, bAV und private Altersvorsorge sinnvoll zusammenspielen können.

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Junge Menschen brauchen Struktur genauso wie Menschen kurz vor der Rente

Ein verbreiteter Irrtum lautet, Finanzplanung werde erst mit wachsendem Vermögen kompliziert. Unsere Erfahrung ist eine andere. Gerade in jungen Jahren werden Entscheidungen getroffen, deren Auswirkungen sich über Jahrzehnte summieren. 

Notfallreserve, Altersvorsorge, Eigenkapital für eine Immobilie, Vermögensaufbau, bAV des Arbeitgebers und ausreichende Flexibilität konkurrieren häufig um dieselbe monatliche Sparrate. Wer alles langfristig bindet, kann trotz hoher Sparquote unflexibel werden. Wer alles liquide hält, nutzt langfristige Kapitalmarktchancen möglicherweise nicht. Und wer ausschließlich frei spart, lässt mögliche Förder- oder Arbeitgebervorteile eventuell ungenutzt. 

Die Kunst liegt nicht allein im Sparen. Die Kunst liegt in der sinnvollen Aufteilung. 

Mit 50 oder 60 verändert sich die Fragestellung 

Je näher der Ruhestand rückt, desto stärker verschiebt sich die Perspektive vom Vermögensaufbau zur Einkommensplanung. Gesetzliche Renten, Betriebsrenten, private Versicherungen, Depotvermögen, Immobilien und Liquidität müssen zu einem Gesamtbild zusammengeführt werden. 

Dann geht es beispielsweise darum, wann welche Leistung beginnt, welche Zahlungen lebenslang laufen, welches Kapital flexibel bleibt, wie hoch das Anlagerisiko in der Entnahmephase sein soll, welche Reserven benötigt werden und welches Vermögen gegebenenfalls vererbt werden soll.

Unser PROTEGO-Ansatz: Erst Struktur, dann Produkt

1. Wo steht der Kunde heute?

Wir erfassen bestehende Vorsorge, Vermögen, Verbindlichkeiten, Einkommen und relevante Rentenansprüche. 

1

2. Welche Ziele liegen vor der Rente?

Immobilie, Familie, Selbstständigkeit, Ausbildung der Kinder, größere Investitionen und gewünschte Flexibilität gehören in dieselbe Planung. 

2

3. Wie groß ist die tatsächliche Kaufkraftlücke?

Nicht irgendeine pauschale Prozentzahl entscheidet, sondern der gewünschte Lebensstandard und seine voraussichtliche Entwicklung. 

3

4. Welcher Teil darf langfristig gebunden sein?

Förderung kann attraktiv sein. Liquidität ebenfalls. Beide erfüllen unterschiedliche Aufgaben. 

4

5. Welche Kombination löst diese Aufgaben möglichst sinnvoll?

Erst jetzt vergleichen wir ETF, bAV, private Altersvorsorge, Altersvorsorgedepot, die BasisRente und weitere Bausteine. 

5

6. Wie robust ist die Planung?

Wir können unterschiedliche Rendite-, Inflations-, Rentenbeginn- und Langlebigkeitsszenarien rechnen, um Konsequenzen sichtbar zu machen. 

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Weißt du, was deine heutige Altersvorsorge später tatsächlich wert ist?

Eine hohe prognostizierte Rente oder ein großes Depotvermögen beantwortet noch nicht die entscheidende Frage: Kannst du damit auch im Alter deinen gewünschten Lebensstandard finanzieren? Bei PROTEGO betrachten wir deine Altersvorsorge deshalb als Gesamtsystem. Wir analysieren bestehende Verträge und Vermögen, berücksichtigen die langfristige Kaufkraft und können unterschiedliche Szenarien für deinen Ruhestand gegenüberstellen. So entsteht nicht einfach ein weiterer Vertrag, sondern eine nachvollziehbare Strategie für deine persönliche Altersvorsorge. → Jetzt persönliche Altersvorsorgeplanung starten

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Fazit: Nicht Kapital ansparen. Sondern zukünftige Kaufkraft planen.

ETF-Sparplan, private Rentenversicherung, betriebliche Altersvorsorge und das Altersvorsorgedepot können unterschiedliche Aufgaben erfüllen. Deshalb halten wir wenig von pauschalen Aussagen, welches Produkt generell „das beste“ sei. 

Die wichtigeren Fragen lauten: Wie möchte ich im Alter leben? Was wird dieser Lebensstandard aufgrund der Inflation dann voraussichtlich kosten? Welche Einkünfte stehen nach Steuern sowie Kranken- und Pflegeversicherung tatsächlich zur Verfügung? Und wie strukturiere ich mein heutiges Einkommen und Vermögen so, dass diese Versorgung möglichst bis an mein Lebensende funktioniert? 

Genau diese Fragen versuchen wir gemeinsam mit unseren Kunden bei PROTEGO zu beantworten. Dabei geht es nicht darum, die Zukunft auf den Euro genau vorherzusagen. Das wäre unseriös. Es geht darum, unterschiedliche Entwicklungen sichtbar zu machen und heutige Entscheidungen auf ihre langfristigen Folgen zu prüfen. 

Unser Ziel ist nicht die möglichst beeindruckende Zahl auf einer Hochrechnung. Unser Ziel ist eine Altersvorsorgestruktur, deren spätere Kaufkraft zum Leben des Kunden passt. 

Oder einfacher formuliert: Wer fürs Alter vorsorgt, sollte nicht nur Kapital ansparen. Er sollte zukünftige Kaufkraft planen. 

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Wichtiger Hinweis:

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Anlage-, Versicherungs-, Steuer- oder Rechtsberatung. Ob und in welcher Gewichtung einzelne Vorsorgebausteine geeignet sind, hängt unter anderem von Einkommen, Alter, Anlagehorizont, Risikobereitschaft, familiärer Situation, bestehenden Verträgen, Arbeitgeberleistungen, steuerlicher Situation und persönlichen Zielen ab. Steuer-, sozialversicherungs- und förderrechtliche Rahmenbedingungen können sich verändern und sollten zum jeweiligen Beratungszeitpunkt aktuell geprüft werden.