Das Badezimmer ist unser privater Wohlfühlbereich. Nach einem langen Tag unter die Dusche zu springen, durchatmen. Doch während das warme Wasser läuft, droht in vielen Häusern ein unbemerktes Problem: eine undichte Silikonfuge in der Dusche.
Was wie ein kleiner Schönheitsfehler aussieht, entpuppt sich oft als finanzielle Katastrophe. Viele Immobilienbesitzer denken doch: „Wenn es feucht wird, zahlt das ja die Wohngebäudeversicherung.“ Als erfahrener Versicherungsmakler müssen wir dich leider warnen: Das ist seit einem wegweisenden Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) ein gefährlicher Irrtum.
Silikonfugen im Bad sind keine Bauteile für die Ewigkeit, sondern sogenannte Wartungsfugen. Durch die tägliche Belastung beim Betreten der Duschwanne, Putzmittel und Alterung verliert das Silikon irgendwann seine Elastizität. Es entstehen winzige, oft kaum sichtbare Risse. Beim Duschen gelangt jedes Mal etwas Wasser hinter die Fliesen. Das passiert monatelang völlig unbemerkt, bis das Wasser im Mauerwerk steht, die Estrichdämmung durchfeuchtet oder Schimmel im Nachbarraum auftaucht. Die Sanierungskosten betragen dann oft mehrere Tausend Euro.